Störströme sind mittelfrequente Ströme (4000 Hz), deren Amplitude mit einer niedrigen Frequenz moduliert ist. Bei der Interferenztherapie werden Ströme aus zwei unabhängigen Stromkreisen gleichzeitig an den Körper des Patienten angelegt, die sich in der Frequenz geringfügig unterscheiden. Durch die Überlagerung von Strömen im Gewebe des Patienten (Interferenz) entsteht ein neuartiger Strom, dessen Wirkung im zentralen Teil des Krankheitsprozesses angesiedelt ist. Die unter dem Einfluss von Interferenzen im Gewebe erzeugten Impulse wirken schmerzstillend, regen die Kontraktion der Skelettmuskulatur an, wirken sich auf das autonome Nervensystem aus, indem sie die Spannung der sympathischen Nerven reduzieren, bewirken eine Erweiterung der Blutgefäße, verbessern die Mikrozirkulation und verbessern die Ernährung des Gewebes. Hinweise: Schmerzsyndrome der Organe des Bewegungsapparates – akut und chronisch Muskelatrophie und Parese Umerziehung und Muskelstärkung Muskelkontrakturen reflektorische Steigerung der Muskelspannung (z. B. bei degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule) Verringerung der Schwellung Anregung und Verbesserung der oberflächlichen und tiefen Durchblutung posttraumatische Zustände und Entzündungen der Weichteile Verbesserung der Funktion der Organe in der Bauchhöhle, insbesondere bei Harninkontinenz